„Ist die Pharmaindustrie schlimmer als die Mafia“

Heute für Sie ein Buchtipp aus den Untiefen der menschlicher Natur. Profit ist der Treibstoff unseres Wirtschaftssystems und bleibt er aus werden Menschen oft panisch oder eben erfinderisch und widmen ihre ganze Intelligenz dem Vermehren von Profit um jeden Preis.

Marx zitiert in einer Fußnote seines Werkes Das Kapital den englischen Gewerkschaftsführer Thomas Joseph Dunning mit den Worten: „Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

Auch wenn der Zitierende heute als historisch gescheitert erlebt wird, hat die kurze Analyse der menschlichen Natur wenig von ihrer Gültigkeit eingebüßt.

Ein gerne herangezogenes Beispiel für diesen menschlichen Durst nach Profit ist die Pharmaindustrie, weil diese Industrie oft ihren ursprünglicher Zweck, den Menschen zu heilen oder seine Schmerzen zu lindern, verrät und diametral entgegensetzt zu dem handelt, was ihre eigentliche, definierte Aufgabe wäre.

Der dänische Medizinforscher rechnet nun ab mit dem System Gesundheit und zählt Fälle auf, in denen bewusst manipuliert wird, um unwirksame oder fehlwirksame Medikamente zulassen zu können. Es scheint, dass die Gerichtskosten im nachhinein (immerhin Milliardensummen) riskiert werden, weil der Ertrag mit diesen Medikamenten die Strafen um ein Vielfaches übersteigt.

Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert

buchtippLeseprobe

 

Interview des Autors Peter Gotzsche

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia-1.2267631